Die Kronenpflege ist so gesehen der große Bruder der Totholzentfernung. Alle Maßnahmen der Totholzentfernung sind in der Kronenpflege beinhaltet. Zudem wird darauf geachtet, dass störende Äste und statisch problematische Verbindungen frühzeitig erkannt und behoben oder entschärft werden.
Wann ist eine Kronenpflege sinnvoll?
Die Kronenpflege ist nicht nur als reaktive Maßnahme, sondern vor allem als präventive Maßnahme zu empfehlen. Wer seine Bäume regelmäßig Pflegen lässt, verhindert spätere aufwendige Maßnahmen und minimiert das Risiko, das von seinen Bäumen ausgeht.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Kronenpflege?
Der beste Zeitpunkt für eine Kronenpflege ist definitiv während der Vegetationsperiode. Von Anfang März bis Ende September stehen die Bäume im Saft. Die Schnittwunden verheilen in diesem Zeitraum deutlich besser. Grund dafür ist die Versorgung des Baumes mit Nährstoffen über die Wurzeln. Diese läuft im Sommer auf Hochtouren, wodurch der Baum direkt auf Schnittmaßnahmen reagieren kann. Durch die schnelle Reaktion sinkt auch das Risiko, dass über die Schnittstellen Pilze und andere Schaderreger in den Baum eintreten können.

Welche Maßnahmen beinhaltet die Kronenpflege?
Neben der Totholzentfernung sind weitere Maßnahmen in der Kronenpflege inbegriffen. Reibende Äste, die an den Reibestellen Schäden erleiden, welche zum Bruch des Astes führen können, werden entfernt. Bei zu großen Ästdurchmessern, welche bei Entnahme starke Stammverletzungen mit sich bringen, werden die Äste fachgerecht eingekürzt. Äste die ins Kroneninnere hineinwachsen und in der Zukunft absterben, werden im Zuge der Kronenpflege ebenfalls entfernt. Das Lichtraumprofil wird an den Standort angepasst. Hier gilt die Regel: Über Gehwegen 2,5m Lichtraumprofil, über Straßen 4,5m Lichtraumprofil. Gebrochene Äste, die sich in der Krone verfangen haben werden entfernt.
In speziellen Fällen wird auch Fremdbewuchs an den Bäumen entfernt. Die Mistel, ein Halbschmarotzer, der neben seiner eigenen Photosyntheseleistung die Äste der Bäume anzapft und daraus Nährstoffe und Wasser entzieht sollte umgehend entfernt werden. Wird die Mistel nicht entfernt, kann Sie sich durch Vögel sehr schnell ausbreiten und bei starkem Aufkommen den Tod der Bäume hervorrufen. Der Efeu ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist er extrem wertvoll für den Naturschutz und bietet Bienen und anderen Insekten bis spät in den Hebst wichtige Nektarquellen, wenn die meisten anderen bereits versiegt sind. Wer im Herbst schon mal unter Efeu stand kann sich bestimmt an das viele Brummen erinnern.

Auch für Vögel bietet er einen idealen Rückzugsort und Brutplatz. Für den Baum und Baumkontrolleur ist der Efeu aber kontraproduktiv. Wird der Efeu zu groß wächst er im Baum immer höher und kann bei starkem Vorkommen die Photosyntheseleistung des Baumes so beeinträchtigen, dass dieser abstirbt. Auch statisch kann es zu Problemen kommen, da die Äste des Baumes oft nicht für das hohe Gewicht der Efeuranken und Blätter auslegt sind. Durch seinen dichten Wuchs hindert der Efeu zudem den Baukontrolleur daran problematischen Vergabelungen oder Stammschäden zu erkennen. Die Entfernung von Fremdbewuchs ist eine Maßnahme, die in der Kronenpflege beinhaltet ist und individuell für die gegebene Situation angewendet werden kann.
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